Illusion Weltklimaregime

Gespräch mit Klimschützern
Bundesminister Peter Altmaier im Gespräch mit Klimschützern

Von Alexander Fehr

Wir wollen die globale Energiewende

 

Doha (dpa) - Bundesumweltminister Peter Altmaier hat davor gewarnt, dass der Klimagipfel in Doha scheitert. Die 194 Teilnehmer hätten noch keinen der Kernpunkte gelöst. Beim Thema Geld für ärmere Staaten versuchten Deutschland und andere EU-Länder, mit Zusagen in Milliardenhöhe Bewegung in die Konferenz zu bringen. Auch bei den Verhandlungen über einen neuen globalen Klimavertrag hakt es. Altmeier appellierte an alle Staaten, sich stärker im Kampf gegen die Erderwärmung zu engagieren. Die Konferenz soll morgen enden. Für unseren Bundesumweltminister ist die Realität globaer Klimabemühungen hart. Er fordert die globale Energiewende.

Die Welt beschützt von 4 Menschenhänden

Wir gehen davon aus, dass in die Welt in diesem Jahr keinen deutlichen Sprung in Richtung eines neuen Klimavertrags machen wird. In Zeiten von Schiefergas und Ölsand schießen die CO² Emissionen einiger Schlüsselstaaten weiter durch die Decke. Die zwei Größten CO² Emittenten USA und China haben derzeit kein Interesse einen grundlegenden Wandel ihrer Klimapolitik zu initiieren. Sie sehen darin ein zu großes Risiko für ihre Wirtschaftsentwicklung.

 

Auch wenn Präsident Obama bei seiner Antrittsrede vor einigen Wochen noch den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen seiner Zeit beschrieben hat, kann er wenig gegen die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat und die breite Öffentlichkeit ausrichten. Vielmehr muss es sich bei jeder Schlacht für das Klima neu geschlagen geben. Erst kürzlich unterzeichnete er ein Gesetzt, das US-Airlines von dem Handel von CO² Emissionen in der EU befreit.

 

Ehrlich: Wir in Europa sollten mal immer aufhören, in Sachen Klimapolitk" den Amerikanern und den Chinesen hinterherzurennen. Wir haben in der EU ambitionierte Kimaziele und die EU muss erkennen, dass eine zentrale Rolle spielt. Diese Rolle gilt es in der Welt einmal gezielter zu formulieren.

 

Das Problem ist, dass bei öffentlichen Gütern wie dem Weltklima wenig Anreiz besteht es zu schonen, denn schließlich können wir über Europa keine Käseglocke setzen damit unsere saubere Luft auch bei uns bleibt. Und in Anbetracht der Problematik "almender Güter", wie die Volkswirte öffentliche Güter nennen, gibt es wenig wirksame Mechanismen auf globaler Ebene diese zu schützen.

 

Die Deutsche Energiewende bleibt damit ein Leuchturmprojekt in der Welt, das wir ausgehend von der Erkenntnis von Dohar noch stärker und noch gezielter vorantreiben sollten. Wir werden bis 2020 nur 1% der Weltbevölkerung stellen, aber wir können jenes 1% sein, das der Welt zeigt, dass eine erneuerbare Energieversorgung mit den aktuellen Technologien möglich ist.

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