Sprung in die Energiewende

Von Alexander Fehr

Schwimmen, Zurückrudern, Untergehen?

 

Was nach Fukushima für Deutschland wie ein Lauffeuer durch die deutsche Gesellschaft ging, bleibt für die japanische Gesellschaft vorerst aus - die Energiewende.

 

Während in Deutschland alle Zeichen auf Energiewende stehen, hat sich die japanische Politik wieder mehr Bedenkzeit eingeräumt. Alle Technologien und Szenarien für die japanische Volkswirtschaft sollen ergebnisoffen diskutiert werden. Dies schließt demzufolge auch nicht aus, dass auch der Weg zurück zur Atomenergie möglich ist.

Der Weg in die zweite Energiemoderne scheint eben nicht linear. Was bei uns als unausweichlicher Schritt von einem Großteil der Bevölkerung getragen wird, ist bisher einzigartig in der Welt. Wie Helmut Kohl einst über die Wiedervereinigung sagte kann man nicht über alles zu lange nachdenken, manchmal muss man eben reinspringen. Dies gilt auch für die Energiewende.

 

Wir sind auch dieses Mal gesprungen und deswegen ist der Vergleich der Herausforderung der Energiewende mit der Wiedervereinigung durchaus angemessen. Als Jahrhundertprojekt wird die Energiewende bereits beschrieben und mit der historisch-technologischen Tragweite der Mondlandung verglichen. Wir haben die volkswirtschaftliche Kraft und die technologischen Möglichkeiten um den Sprung der Energiewende zu meistern und die Wirren, die derzeit entstehen zu durchschwimmen.

 

Doch allmählich wird der Ausnahmezustand der Energiewende zum Normalzustand. Die Euphorie verblasst, scheinbar unüberwindliche Probleme der Energiewende werden von den Medien täglich propagiert.

 

Jene Angst, die uns den befreienden Sprung in die unbekannten Gewässer der Energiewende erst ermöglicht hat, scheint uns nun erneut zu überkommen und das Ufer vom dem wir gerade erst kommen als das rettende zu versprechen.

 

Schließlich steht dort noch der Rest der Welt und schaut uns zu ob wir nun weiterschwimmen, zurückrudern oder gar untergehen. Die Frage ist, ob uns erst jemand folgen wird sobald wir es geschafft haben, oder ob auch andere auf unserem Weg bereits Mut fassen und mitkommen?

 

Es gibt 1000 Gründe warum dieser Sprung zu vermeiden ist, aber nur einen wahren Grund warum er unverzichtbar ist - die lebenswerte Zukunft nachfolgender Generationen.

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Kommentare: 5
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