Die energieintensive Industrie soll nun doch mehr zahlen

Regeln für Energieintensive Unternehmen
Neue EEG Ausnahmeregeln für energieintensive Unternehmen

Von Alexander Fehr

Ein kleiner Schritt für die Energiewende ein großer Schritt für die Gerechtigkeit?

 

Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) palnt nach vielen Protesten durch Verbraucherschützer und Umweltverbände die energieintensive Industrie stärker an den Kosten der Energiewende zu beteiligen.

 

Nach der ersten Gigawattstunde sollen energieintensive Unternehmen gemäß der neuen Vorlage mindestens 0,1 Cent pro kWh zahlen. Bisher werden Sie lediglich mit 0,05 Cent pro kWh belastet.

 

Für die erste Gigawattstunde soll nach wie vor die volle Umlage von aktuell 6,24 Cent fällig werden.

Dem ersten Anschein nach sieht dieser neue Vorschlag nach einer Verdopplung des Kostenbeitrags der energieintensiven Unternehmen aus. In Angesicht weiter steigender Zahlen von Unternehmen, die von der Befreiung profitieren werden diese neuen Regeln die Privatverbrauchen dennoch nicht nennenswert entlasten können.

 

Viel mehr scheinen die neuen Regeln so etwas eine Ausnahmeregelungsbremse zu sein, die einen weiteren Anstieg der Zahl der befreiten Unternehmen für die Zukunft verhindern soll. Evtl. gelingt es dadurch auch den Kostenanteil der Ausnahmeregelung konstant zu halten. Versprochen war jedoch, die Verbraucher mit mindestens 1 Milliarde Euro über die Unternehmen zu entlastet. Dies sehe ich durch den Vorliegenden Vorschlag nicht gegeben.

 

Die Debatte zur Novellierung des EEG soll in Kürze im Bundestag geführt werden. Alle Lobbyverbände stehen hier schon gut vorbereitet in den Startlöchern und werden sicherlich jede kleinste Aussage auf die Goldwaage legen.

 

Ich werde die Entwicklung für euch beobachten und darüber schreiben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0
Energieblogger, Energiewende, Community

News