Kurzinfo Energiewende

Die Deutschen werden bis 2050 nur ca. 1 Prozent der Weltbevölkerung stellen, dennoch können wir jenes 1 Prozent sein, das der Welt zeigt, dass eine erneuerbare Energieversorgung mit den aktuellen technischen Mitteln für ein Industrieland möglich ist.

 

Der Begriff "Energiewende" hat sich im Zuge des Diskurses um die Ereignisse von Fukushima zu einem Synonym für den Aufbruch Deutschlands in das Zeitalter der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz gewandelt.

 

Die Bundesregierung hat den Empfehlungen der Ethik-Kommission entsprochen und daraufhin beschlossen, dass die Energieversorgung Deutschlands bis zum Jahr 2050 überwiegend durch erneuerbare Energien gewährleistet werden soll. Dies erfordert einen grundlegenden Umbau der Energieversorgungssysteme, der Deutschland vor ökonomische, technologische und soziale Herausforderungen stellt.

 

Das Energiekonzept vom 28. September 2010 und die Beschlüsse zur Beschleunigung der Energiewende vom Sommer 2011 beschreiben den Weg in das neue Energiezeitalter mit konkreten Zielen, einem Monitoring-Prozess und soliden Finanzierungsplan sowie insgesamt etwa 180 Einzelmaßnahmen.

 

Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltschonenden Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Doch die Energiewende ist mehr als nur Herausforderung: Die Energiewende ist eine ethische und kulturelle Grundsatzentscheidung und sie beinhaltet die einmalige Chance, der Welt ein Beispiel zu geben, wie Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in einer führenden Industrienation vereinbart werden können.

 

 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

 

Wie kann der FehrDeal dazu beitragen die Energiewende zu einem Erfolg zu machen?

FehrDeal setzt bei dem letzen Handlungsfeld an. Wir wollen die Akzeptanz und Transparenz der Energiewende in den Fokus rücken, denn sie wird nur gelingen, wenn die Menschen in unserem Land verstehen, welche Chancen damit verbunden sind.  

 

Wie nutzen wir Energie?

Der Energiebedarf unserer Gesellschaft ist enorm. Neben den verschiedenen Wirtschaftssektoren verbrauchen auch die privaten Haushalte - also jeder Einzelne von uns – täglich Energie unterschiedlicher Form: Unterschieden wird dabei meist in die folgenden drei Bereiche: Strom, Wärme und Mobilität:

 

Strom: Wir benötigen elektrischen Strom für die Beleuchtung, den Betrieb unser Haushaltsgeräte, wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Mikrowellen aber auch unserer Unterhaltselektronik, wie Computer, Fernseher, Musikanlagen oder Smartphones.

 

Wärme: Wir benötigen Energie zum Heizen von Gebäuden oder die Warmwasserbereitung. Im Sommer nutzen wir Energie um mit Klimaanlagen die Wärme abzuführen.

 

Mobilität: Wir benötigen Energieträger damit Verkehrsmittel wie Auto, Bus und Bahn sich in Bewegung setzen können und unsere Mobilität damit erst ermöglichen.

 

 

Was hat Energiepolitik mit Klimaschutz zu tun?

Derzeit wird unser Energiebedarf überwiegend aus fossilen Energieträgern, wie Kohle, Gas und Öl gedeckt. Der Anteil erneuerbarer Energien im Bereich Strom beispielsweise hat im Jahr 2011 die 20 Prozent-Marke erreicht. In den beiden anderen Bereichen Wärme und Mobilität sind wir weiterhin zu einem großen Anteil von fossilen Energieträgern abhängig. Bei der Verbrennung fossiler Energieträger werden jedoch klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt. Dies führt zu dem Ergebnis, dass etwa 80 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland bei der Deckung unseres Energiebedarfs entstehen. Deshalb ist der grundlegende Umbau der Energieversorgungsstrukturen in allen Bereichen hin zu erneuerbaren Energien die zentrale Schlüsselposition zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Energiepolitik ist damit auch immer Klimapolitik.

 

Welche Rolle spielt der Atomausstieg in der Energiewende?

Die Bundesregierung hat bereits im Jahr 2000 beschlossen, dass die Atomenergie nur zeitlich befristet genutzt werden soll. Auch die im Zusammenhang mit dem Energiekonzept verabschiedeten Regelungen zur Verlängerung von Laufzeiten folgten dem Prinzip, dass die Atomenergie eine Brückentechnologie ist, deren Nutzungsdauer im Wesentlichen von der Sicherheit der Anlagen, ökonomischen Aspekten und den Fortschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien abhängt.

 

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Bundesregierung die Restrisiken der Kernenergie neu bewertet und entschieden, zügiger als im September 2010 geplant aus der Kernenergienutzung auszusteigen. Die Bundesregierung orientierte sich dabei an den Empfehlungen der Ethikkommission und der Reaktorsicherheitskommission.

Im Rahmen einer Änderung des Atomgesetzes wurde der Ausstieg klar und rechtsverbindlich mit einem Stufenplan festgelegt. Spätestens Ende 2022 soll das letzte Kernkraftwerk vom Netz gehen.

 

Hierfür soll die mit dem Energiekonzept vom September 2010 begonnene Transformation des Energieversorgungssystems in Deutschland nochmals beschleunigt werden. Ein entsprechendes Maßnahmenpaket unter dem Titel "Der Weg zur Energie der Zukunft - sicher, bezahlbar und umweltfreundlich" wurde im Sommer 2011 von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen.

Welches sind die wichtigsten Handlungsfelder zur Umsetzung der Energiewende?

Basis der Energiepolitik der Bundesregierung sind grundsätzlich alle im Energiekonzept definierten und nachfolgend aufgelisteten Handlungsfelder:

 

• Erneuerbare Energien als eine tragende Säule zukünftiger Energieversorgung

• Schlüsselfrage Energieeffizienz

• Kernenergie und fossile Kraftwerke

• Leistungsfähige Netzinfrastruktur für Strom und Integration erneuerbarer Energien

• Energetische Gebäudesanierung und energieeffizientes Bauen

• Herausforderung Mobilität

• Energieforschung für Innovationen und neue Technologien

• Energieversorgung im europäischen und internationalen Kontext

• Akzeptanz und Transparenz

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