Geothermie (Erdwärme)

Unser Planet ist Energie
Unser Planet ist Energie

Das Innere unserer Erde strotzt nur so vor Energie. Davon bekommen wir nur selten etwas mit, wenn beispielsweise ein Vulkan ausbricht oder bei einem freudigen Besuch im Thermalbad. Diese Momente führen uns vor Augen, dass das Leben auf unserer Erde von einer wenige Kilometer dünnen Schale getragen wird, die wir Erdkruste nennen. Darunter brodelt es gewaltig. In Europa nimmt die Temperatur um ca. 3 °C pro 100 Meter Tiefe zu.

Unser Erdkern in ca. 6000km tiefe ist ca. 5000 °C heißt und besteht aus flüssigem Metall. Diese Energiereserven unserer Erde sind so gewaltig, dass sie für menschliche Maßstäbe eine unerschöpfliche Energiequelle bilden.

 

Wir müssen die geothermischen Aktivitäten auf unserem Planeten also nur einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten und nicht nur die Gefahr sehen, sondern die darin liegenden Chancen für eine regenerative Energieversorgung erkennen.

 

Die Voraussetzung für eine Nutzung der Geothermie zur Wärme und Stromerzeugung sind wasserführende Schichten in erreichbarer Tiefe (theoretisch maximal 7000m). Das Wasser sollte dabei heißer als 80°C sein, damit eine technische Nutzung Sinn macht. An einigen Stellen gerade in Süddeutschland sind die Voraussetzungen für Geothermie Anlagen günstig. Denn wo heute massives Land ist, war vor Millionen von Jahren ein Urmeer, aus dem sich über die Zeit wasserführende Tiefenschichten gebildet haben.

 

 

Chancen der Geothermie

Geothermie Kraftwerk
Das Nesjavellir-Geothermie-Kraftwerk in Þingvellir, Island. Foto: Gretar Ívarsson.
  • Ermöglicht Wärme und Stromerzeugung
  • Erdwärme steht unabhängig von Witterung und Tageszeit zur Verfügung. Sie ist damit grundlastfähig
  • Die Erde selbst dient als Speicher.
  • Bei fachgerechter Ausführung ist die Erdwärme eine erneuerbare, ressourcenschonende Energie.
  • Hoher Wirkungsgrad mit Kraft-Wärme-Kopplung

Risiken der Geothermie

  • nur an besonders günstigen Standorten nutzbar
  • hoher planerischer und technischer Aufwand
  • hohe Investitionskosten
  • unbekannte Nebenfolgen bei Tiefenbohrungen (Minierdbeben)
Energieblogger, Energiewende, Community

News